Wilde Möhre

Ihr seid bestimmt schon oft an der Wilden Möhre vorbeigekommen, ohne die Verbindung zu der gezüchteten Kulturmohrrübe herzustellen, wie wir sie im Supermarkt und Gemüsebeet finden. Doch eine Verwandtschaft zwischen beiden existiert – die Wilde Möhre ist die Mutter aller heute erhältlichen Gemüse-Möhren. 

In ihrer weißen Doldenblüten-Mitte – als schönes Wiedererkennungsmerkmal – entdeckt ihr nach ihrer Bestäubung beim genauen Hinschauen einen dunklen Punkt. Alle zwei Jahre wächst die krautige Pflanze zwischen 50 und 100 cm hoch, kann aber auch Rekordhöhen von bis zu 1,40 Meter schaffen. Macht auf jeden Fall einen Geruchstest vor dem Ernten: Beim Zerreiben der Blätter sollte die Pflanze einen intensiven Möhrenduft verströmen. 

Ähnlich wie eine Gartenmöhre könnt ihr die Wurzel der Wilden Möhre im zweiten Jahr ernten und verspeisen. Der Geschmack ist süßlich und die Knolle enthält einen hohen Vitaminanteil. Auch die Samen und Blätter und Blüten können für Salate und sonstige Gemüsegerichte zum dezenten Würzen verwendet werden. Hier erwartet euch ein petersilien-anisartiges Geschmackserlebnis. 

Aus den Samen gewonnene Öle oder Tees wird eine harntreibende, antioxidative und leberschützende Wirkung nachgesagt. Bei Magenbeschwerden lohnt es sich, die Behandlung mit der Wilden Möhre auszuprobieren. 

Foto: Konrad Lackerbeck