(Wilde) Malve

Die Wilde Malve ist eine bekannte Küchen- und Heilpflanze. Reich ist diese Pflanze an Schleimstoffen und wird deshalb seit der Antike als schleimlösendes Heilmittel bei Husten und Halsentzündungen verwendet. Malventee kann aber ebenso bei Magen- und Darmverstimmungen helfen. Bei äußeren Hautverletzungen kann ein Malvenblüten-Aufguss (oder, wenn es schnell gehen muss, einfach die zerriebenen Blüten) Abhilfe schaffen. 

Zusätzlich könnt ihr die jungen Blätter einem Salat beimischen oder wie Spinat andünsten und verzehren. Bekanntlich ist das Auge ja mit, deshalb der Hinweis: Die Blüten können als essbare Deko gut genutzt werden. Auch die Früchte könnt ihr euch schmecken lassen – diese haben ein nussiges, karpernähnliches Aroma. 

Schön anzusehen ist die anspruchslose Wilde Malve und deshalb eine besonders beliebte Sommerpflanze. Die violett-rosa Blüten aus fünf Blütenblättern duften nicht. Nach der Bestäubung (zumeist durch fleißige Hummeln) bildet sich eine scheibenförmige Spaltfrucht, die an einen Käselaib erinnert und daher trägt die Wilde Malve volkstümlich den Namen Käsepappel. 

Foto: Andreas Eichler