Kompass-Lattich

Der Kompass-Lattich hält was er verspricht. Die Blätter legen sich an sonnigen Standorten in Kompassstellung. Auch der zweite Name unter dem diese Pflanze bekannt ist, der Stachellattich, ist wörtlich zu nehmen. An der Blattunterseite sind Stacheln zu finden. Also gilt festzuhalten: Die Namen führen uns schon mal nicht in die Irre. 

Auch sonst ist auf den Kompass-Lattich verlass: Verschiedene Vitamine und Mineralien sind dessen Bestandteil. Vor der Blüte (!, denn im Verlauf des Jahres nimmt der Gehalt von Bitterstoffen zu) lässt er sich ernten und für Salate, Smoothies oder als Brotbelag nutzen. Denkt an den Geruchstest: Beim Sammeln solltet ihr darauf achten, dass der Kompass-Lattich nicht mit dem stinkenden Gift-Lattich verwechselt wird. Der bittere Geschmack des Kompass-Lattich – darauf sei zu verweisen – ist sicher nicht für jedermann oder jedefrau ein positives Geschmackserlebnis. 

Ein paar heilende Wirkungen lassen sich dem Kompasslattich zuschreiben: Dieser soll beruhigend, hustenstillend und verdauungsfördernd wirken. Einzusetzen ist der Milchsaft des Kompass-Lattich, seine frischen Pflanzenteile oder das aufgekochte Kraut als Tee deshalb bei Husten, Herzklopfen oder Magenkrämpfen. 

Achtung: Der Milchsaft des Kompass-Lattich kann zu Kontaktallergien führen!

Foto: AnRo0002