Huflattich

Der Huflattich, der zu den Korbblütlern zählt, wächst nahezu überall. Die Pflanze ist recht anspruchslos was ihren Lebensort betrifft. Oft wird Huflattich als Unkraut abgetan. Jedoch solltet ihr unter keinen Umständen den Fehler begehen, den Huflattich zu unterschätzen. 

Den Namen hat der Huflattich seinen recht großen Blättern (hufförmige Gestalt) und dem Milchsaft der Pflanze („lattich“ heißt auf lateinisch Milch) zu verdanken. Der gelb-blühende Huflattich ist ein Frühblüher. Charakteristisch ist die korbähnliche Blütenform – wo jeder Blütenkorb bis – sage und schreibe – 300 Einzelblüten enthalten kann. 

In der Küche findet der Huflattich (beides geht: Rohkost oder kurz blanchieren) bei Wildkräutersalaten oder als Beilage etwa zu Kartoffelgerichten seine Verwendung. Der Geschmack ist leicht pfeffrig. Dennoch, das Kraut sollte nicht in zu großen Mengen und zu häufig als Nahrung aufgenommen werden, da der Huflattich in zu hoher Dosis leberschädigend wirken kann. Deshalb ist der Huflattich jüngst in Verruf geraten (bis in die 1970er Jahre wurde die Heilpflanze in den Apotheken angeboten). Doch gerade bei Krankheiten der Bronchien kann der Huflattich als Tee oder Gurgellösung genutzt werden. Auch hier gilt der Hinweis von oben: Achtet auf eine eher kurze und kleine Konsumdauer. 

Foto: Lothar Spurzem