Breitwegerich

Breitwegeriche sind ausgezeichnete Erste-Hilfe-Pflanzen für unterwegs, denn sie weisen abschwellende, antibakterielle, desinfizierende und wundheilende Eigenschaften auf. Bei Hautentzündungen, Geschwüren, Insektenstichen oder Blasen durch reibende Schuhe werden die Blätter zerkaut oder zerrieben und auf die betroffenen Stellen gelegt. (Die Wirkung des verwandten Spitzwegerich ist etwas stärker, dennoch kann man den Breitwegerich genauso einsetzen.)

Doch der Breitwegerich kann noch viel mehr. Unterstützend bei Atemwegserkrankungen, Harnwegsentzündungen oder Magenschleimhautentzündungen kann ein heilender Tee aus Breitwegerich-Blättern aufgebrüht werden (Ziehzeit etwa 10 Minuten). Die Blätter können euren Speiseplan als Salat, Suppeneinlage, fermentiert wie Sauerkraut oder als Spinat-Ersatz bereichern. Die Blütenstiele lassen sich ähnlich wie Spargel zubereiten. Die geschmacksstarke Wurzel (Erntezeit Oktober bis April) könnt ihr  als Wurzelgemüse kochen. Die proteinreichen Samen glänzen im morgendlichen Müsli. Ihr seht, die ganze Pflanze hat echt was drauf!

Erkennbar ist der kleine Breitwegerich an der rosettenartigen Anordnung der breiten, ovalen Blätter und den typischen starken Blattadern. Die gelb-braunen Blüten sind eher unscheinbar und wachsen an einem langen Stängel. 

Foto: AnRo0002